Dieter K. Hossfeld
Krebs - Krankheit ohne Hoffnung?
Berichte a. d. Sitz. der Joach. Jungius Ges., Jg 21, Heft 3, 14 Seiten, kart., (ISBN 3-525-86321-7), € 5,40.

Krebs ist eine Erkrankung, die durch Veränderungen der Erbsubstanz (der Gene) entsteht. Die Veränderungen (Mutationen), welche den Krebszellen im Vergleich zu normalen Zellen vielfältige Vorteile verschaffen, können spontane, erbliche oder äußere Ursachen haben. Eine beträchtliche Anzahl äußerer Noxen wurde identifiziert, deren Elimination eine erhebliche Senkung der Krebs-Inzidenz bewirken kann und bewirkt hat. Durch Früherkennung, aber auch durch Verbesserung operativer, radiologischer und medikamentöser Therapieverfahren wurden während der vergangenen 30 Jahre bei vielen verschiedenen Krebserkrankungen deutliche Verlängerungen der Überlebenszeit der Patienten erreicht. Anlaß zur Hoffnung gibt auch der Umstand, daß die Dämonisierung der Krebserkrankung und die Stigmatisierung der Krebspatienten einer Haltung in unserer Gesellschaft gewichen sind, die durch Offenheit, Wahrhaftigkeit und Solidarität im Leid gekennzeichnet ist.